Jul 10 2015

Senat spielt Azubis und Studenten gegeneinander aus


Logo-JU-NewsletterDie Koalition aus SPD und Grüne zeigt beim Thema Wohnungsbau und Stadtentwicklung wieder einmal ihre Planlosigkeit. Ein tragfähiges Zukunftskonzept fehlt weiterhin.

Was macht eine Regierung, wenn für 90.000 Studenten nur 5.000 Wohnheimplätze und für Azubis gar keine eigens für sie vorgesehenen Wohnräume zur Verfügung stehen? Richtig, man kündigt an, das Problem lösen zu wollen. Vier Jahre später sind die ersten 156 öffentlich geförderten Wohnheimplätze für Azubis immerhin auf den Weg gebracht – bei einem vom Senat ermittelten Bedarf in Höhe von mindestens 500 Plätzen.

Zudem lässt sich der neue Senat dafür feiern, dass private Investoren Wohnheime erreichen – Mini-Apartments, mit einer Kaltmiete von 500 Euro pro Zimmer. Zumindest sieht Wissenschaftssenatorin Fegebank dieses Projekt als wichtigen Erfolg, und als Angebot für “finanzstärkere Mieter”. Damit geht Rot-Grün komplett an der Lebensrealität junger Hamburgerinnen und Hamburger vorbei. Denn selbst finanzstarke Studenten und Azubis werden als erstes günstigen Wohnraum suchen, um mehr Geld zum Leben zu haben.

Dazu Carsten Ovens MdHB (33), Landesvorsitzender der Jungen Union Hamburg: “Für Azubis sind diese Quadratmeterpreise geradezu astronomisch hoch. Kaltmieten von 500€ wird sich kaum ein Auszubildender von seinem Gehalt leisten können, geschweige denn wollen. Seit der letzten Legislatur können Azubis auch in Studentenwohnheimen wohnen. Damit spielt Rot-Grün die beiden Gruppen gegeneinander aus, da insgesamt zu wenig Wohnheimplätze zur Verfügung stehen. Bei dieser Politik kann man nur sagen: sechs, setzen!“

Die Junge Union Hamburg beklagt seit Jahren den Wohnungsmangel im Allgemeinen und den fehlenden bedarfsgerechten Wohnungsbau in Hamburg im Besonderen. Die Stadtentwicklung braucht endlich ein tragfähiges Zukunftskonzept, dass bezahlbaren Wohnraum für Studenten und Auszubildende gleichermaßen berücksichtigt.